Ein Gedicht.

PS: Ich hasse dich! Oder auch: Von der Liebe die auszog um im Porzellanladen zu wohnen…

Du und Ich – ich meine wir – haben schon so viel gemacht, schon so oft gelacht und wahrscheinlich noch öfter geweint. Haben unter lachenden Tränen und traurigem Lachen unsere Leben miteinander geteilt.

Wir haben schon so viel geschafft und gemeinsam geschaffen, vor allem Probleme. Probleme, die Wir ohne einander nicht hätten. Von denen Wir uns treiben lassen, nur um Uns dann jedes Mal aufs Neue – kurz vor dem Abgrund – zu retten.

Da bist Du und da bin Ich und das Wort Wir hängt an uns wie unsichtbare Ketten. Ketten die Uns beide lähmen und Uns unseren Willen nehmen – den Willen sich umzudrehen, fortzugehen, sich einfach mal zu weit aus dem Fenster zu lehnen. 

Stattdessen, schauen Wir zu wie der andere unter der Last der schweren Schlingen schwankt. Meine Meinung ist scheiße und Du, ja Du bist einfach nur krank. Wir streiten zu viel und zu oft über Uns und werfen im stickigen Dunst der Unzufriedenheit mit Beleidigungen umher – Wir hören uns reden – aber Wir verstehen uns nicht mehr. 

Sag mir, wann hat der Zauber uns verlassen, wann haben wir uns verlaufen in den schmalen Gassen der Engstirnigkeit, in dem Porzellanladen der sich Beziehung nennt, mit Tellern und Tassen voller Wut und alberner Kleinkariertheit.

Sag mir, hat es dieses Zauber überhaupt einmal gegeben und wenn ja, warum bekämpfen wir uns dann als ging es hier um unser Leben.

Wir kämpfen nicht fair versteht sich und das russische Roulette es dreht sich und wartet darauf, dass einer auf die falsche Farbe setzt. Wie oft hast Du mich jetzt schon verletzt und Ich dir mit spitzen Fingern einen Stich versetzt?

Wir bohren gerne in der Wunde des anderen, anstatt sie zu heilen, anstatt das Kriegsbeil zu begraben und in Frieden und Harmonie zu verweilen.

Ich hasse dich!

Und du hasst mich auch.

Das also wurde aus dem alten Brauch, „Ich Liebe dich“ zu sagen.

Und anstatt die schönen Momente in Uns zu tragen, schultern Wir die schlechten, damit wir Gründe haben. Gründe um über die ganze Misere hier zu klagen. 

Währenddessen fließt unsere Liebe im Rinnstein Richtung Gulli seicht dahin.

Du sagt zu mir, dass ich ein Träumer bin. Und Ich, Ich werfe dir vor, zum Träumen, fehle dir der Sinn.

Wir, das gleicht einem Theaterstück, in dem sich der jeweils andere immer weiter in den Vordergrund rückt. Der Applaus der anderen, ist das was wirklich zählt und wie oft, haben wir jetzt schon das Ziel verfehlt Uns zu reparieren. Stattdessen verschwenden wir unsere Zeit damit, Uns für die Fehler des anderen zu revanchieren.

Ich sag fick dich und bück mich –

weil das ja irgendwie immer geht, weil dann trotz allem auf einmal nichts mehr zwischen Uns steht.

Du nimmst dankend an und dann ignorieren Wir uns wieder und es scheint fast so als hören Wir seit Jahren nur eine Playlist – mit immer den gleichen Liedern.

Wir sind beide noch jung – doch zusammen zu alt. Einen Schritt aufeinander zuzugehen, ja das ist Uns zu weit. Wir machen einfach so weiter, alles andere regelt die Zeit.

Doch es ändert sich nichts!

Und nun sag mir, wie lange soll das mit Uns noch so weiter gehen, wie lange soll der Wind der Uneinsichtigkeit noch in Unsere Richtung wehen.

Aber HEY uns hat nie jemand gezeigt wie es richtig geht.

Wie man gemeinsam glücklich lebt.

Und doch:

Ich glaube zu wissen, ohne einander würden Wir das Uns vermissen.

Und ja verdammt Ich hasse dich!

Aber hörst Du denn die Liebe hinter diesen Worten nicht?

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