Mit Energie durch Herbst und Winter

Fünf Tipps und Tricks für mehr Power im Alltag!

Das Glas ist halb voll und nicht halb leer? Definitiv Einstellungssache. Wäre das Glas ein Fass und der Inhalt flüssige Energie, so konnte ich in letzter Zeit gefährlich oft den Boden durchschimmern sehen.

Kennt ihr sie auch? Diese Tage an denen das eigene Bett und die Decke über dem Kopf überaus verlockend sind und der Schritt vor die Tür ein echt übler Gedanke ist. Wenig Schlaf, viel Stress, mieses Wetter und bei uns Frauen leider auch die Hormone, sind Energiekiller schlechthin und, zumindest bei mir, häufig dafür verantwortlich, dass mein Energielevel im roten Bereich liegt.

Wer seinen Körper bewusst wahrnimmt, der wird feststellen, dass sich bei genauerem hinsehen oft ganz schnell erkennen lässt, was uns gut tut, was nicht, was uns gerade fehlt, wo und warum es gerade zwickt und vor allem was dagegen hilft. Deshalb habe ich in letzter Zeit Ausschau nach geeigneten Ladestationen für den leeren, menschlichen Akku gehalten, denn leider, oder auch zum Glück, sind wir schließlich kein mobiles Telefon. Und von Strom rate ich an dieser Stelle definitiv ab. Im Folgenden findet ihr meine fünf kleinen Tipps und Tricks zum nachlesen und ausprobieren.

1. Wasser und Vollkornbrot?

Keine Panik, ganz so schlimm ist es nicht. Viel Trinken (vor allem Wasser) und eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse und möglichst wenig Süßem, sind bekannte und bewährte Maßnahmen für mehr Energie. Mit 1,5 Litern Wasser am Tag fühle ich mich gut und merke es auch sofort, wenn es mal weniger war. Müdigkeit, Verspannungen und Kopfschmerzen lassen dann oft nicht lange auf sich warten. Und weil Wasser manchmal echt langweilig sein kann, verleiht z. B. eine Zitronenscheine dem Lebenselixier den besonderen Kick. Und auch Obst und Gemüse geben einem einfach ein gutes Gefühl. So weit so gut und wohl schon lange verinnerlicht.

Mein zusätzlicher Tipp daher: Bei Mahlzeiten nicht überessen. Das Gefühl sich nach einem ausgiebigen Essen nicht mehr bewegen zu können hat genau den Effekt: Für eine ganze Weile geht nicht mehr viel und die ganze Energie in die Verdauung. Aber auch langfristig ist die Wirkung enorm. Seit ich darauf achte die schmale Grenze zwischen satt und übersatt sein nicht zu übertreten, fühl ich mich leichter, beweglicher und gesünder. Mich vegetarisch zu ernähren hat das ganze dann übrigens noch einmal verstärkt. Darauf zu achten worauf ich überhaupt Appetit habe wenn ich hungrig bin, spielt außerdem eine wichtige Rolle. Mal ist es mehr Obst und Gemüse, mal mehr Schokolade und Chips, mal mehr Weiß- und mal mehr Vollkornbrot. Und das soll es dann auch sein. Am Ende gilt aber auch: auf keinen Fall hungern.

Vielleicht fragt ihr euch gerade: Und was ist mit Kaffee? Da ich weder Kaffee noch Energydrinks trinke (da sie mir zu sehr auf den Kreislauf gehen) kommen diese kleinen Helfer für mich nicht infrage. Zum Vergleich, ein Glas Cola hat bei mir den gleichen Effekt wie bei anderen drei Becher Kaffee. Da das braune Zuckerwasser leider mein Laster ist, kam ein Verzicht bisher nicht infrage. Daher ist Koffein für mich in dem Sinne also kein Energielieferant, sondern eher eine Belastung. Nicht davon „abhängig“ zu sein hat ja aber auch seine positiven Seiten.

Noch ein kleiner Tipp im Tipp. Ich habe das Kochbuch Familie in Form vegetarisch – fit werden und schlank bleiben von  Dagmar von Cramm zum Geburtstag bekommen mit leckeren Rezepten, die nachgekocht und gegessen, wirklich Energie liefern. Übrigens auch mit vielen Gerichten, die mit einem zusätzlichen Stück Fleisch, wunderbar harmonieren. Finden tut ihr das Buch online sowie in der Buchhandlung eures Vertrauens.

2. Mittagsschlaf nein, Powernap ja

Tatsächlich auch ein Tipp der häufiger mal im Netz zu lesen ist, der damals aber eher mich gefunden hat, bevor der Name mir ein Begriff war. Es gibt zwar viele Ratschläge zu dem Thema, ich handhabe dass aber einfach so wie es meiner Meinung nach für mich am besten ist. Ihr kennt sie ja bestimmt auch, diese Müdigkeit die einen überfällt, weil der Tag früh begonnen hat, die Nacht zu kurz war, oder das Mittagstief pünktlich zum Ende der Mittagspause vorbeischaut. Logisch also, dass das Energielevel dramatisch sinkt.

Wann immer mich dieses Energietief überfällt und sich eine Möglichkeit der Entspannung bietet lege ich mich hin, schließe die Augen und dämmere so vor mich hin. Nach 15 bis 20 min merke ich ganz von selbst und ohne Wecker wie ich wieder wacher werde und nach einer kurzen Orientierungsphase wieder energiegeladen bin. Richtig Mittagsschlaf halten ist allerdings nichts für mich, da ich zum einen tagsüber nicht einschlafen kann und zum anderen beim längeren liegen noch müder bin als zuvor. Wenn es euch auch so geht, dann ist ein Powernap für euch genau richtig. Und auch hier gilt einfach, den Körper entscheiden zu lassen, ab wann der kurze Dämmerschlaf beendet ist.

3. Yoga, Meditation, oder ein Spaziergang…

…egal, Hauptsache Kopf ausschalten. Zugegeben jenen zu Benutzen ist im Alltag natürlich unumgänglich. Aber die Gehirnzellen ständig Tanzen zu lassen kostet Kraft, und Kraft ist Energie. Nicht zu denken bzw. Gedanken vorbeiziehen zu lassen ohne danach zu greifen ist schwer und erfordert Übung. Ich habe etwa 1,5  Jahre Yoga-Unterricht genommen (den ich auch demnächst unbedingt wieder fortsetzen möchte) und mache nun regelmäßig Zuhause aus dem Gedächtnis und einem Lehrbuch (z. B. Yoga – Das große Praxisbuch für Einsteige und Fortgeschrittene von Inge Schöpf) meine eigene kleine Yogastunde. Danach fühle ich mich wunderbar zufrieden, ruhig und voller Energie. Yogastunden mit Lehrer sind aber besonders am Anfang wichtig und wertvoll, da die einzelnen Übungen natürlich auch in der richtigen Haltung aufgeführt werden sollten.

Sich ein wenig mehr mit dem Thema Meditation auseinanderzusetzten steht auf jeden Fall ganz oben auf der Liste der  zukünftigen Freizeitaktivitäten. Bisher viel mir gerade der stille Teil des Yogas mit vielen verschiedenen Atemübungen nicht ganz leicht. Aber was noch nicht ist, das wird.

Auch bei einem einfachen Spaziergang (z. B. in der Lüneburger Heide, wo auch die Bilder für diesen Beitrag entstanden sind) funktioniert das Tanken von neuer Energie wunderbar. Anstatt meinen Gedanken nachzuhängen, versuche ich bewusst nur das zu sehen und zu denken was unmittelbar vor mir liegt, also was ich sehe und höre. Das mit dem Abschalten geht natürlich auch mit einem guten Buch, Film oder der neusten Lieblingsserie. Bewegung und Sauerstoff bilden zusammen aber definitiv die leistungsfähigere Ladestation.

4. Gute Gespräche geben neuen Schwung

Gespräche unter Kollegen, mit dem Partner, der Familie oder den Freunden über alles und nichts sind Gold wert. Der Austausch mit anderen über das Alltägliche, über lustiges und trauriges, über Meinungen und Probleme ist wertvoll, hilfreich, motiviert und tut einfach gut. So gehe ich, nach einem Abend mit meinen Mädels, trotz oftmals später Stunde, energiegeladen nach Hause. Warum? Weil wir und unsere Ziele im Leben durchaus unterschiedlich sind und wir vielleicht gerade deshalb über so vieles reden und uns über noch mehr austauschen können. Das erweitert den eigenen Horizont ungemein und motiviert das eigene Leben in die Hand zu nehmen. So ein positives Gefühl hat definitiv also auch Auswirkungen auf den körperlichen Energiehaushalt.

5. Belohnung muss sein

Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Genauso wie Belohnung motiviert und glücklich macht, liefert sie auch Energie und das sogar schon im Vorfeld. Eine Belohnung in Form eines Kinobesuchs, einem Essen mit Freunden, ein Nachmittag im Kreis der Familie oder einem kleinen oder größeren Urlaub, vor Augen ist es manchmal erstaunlich wie viel Energie sich durch die Vorfreude entwickelt und die lange To-do-Liste auf einmal schrumpfen lässt. Belohnt man sich dann tatsächlich sind es die schönen Erinnerungen an Unternehmungen und Erlebnisse, oder die Ruhe eines entspannten Wellnesstags, die neuen Schwung für den Alltag bringen. Und ansonsten gilt natürlich: Nach der Belohnung ist vor der nächsten.

Natürlich sind diese fünf Tipps keine Anleitung mit Garantieschein und die Tage an denen das Verlangen nach dem eigenen Bett groß ist gibt es nach wie vor, aber ganz so machtlos dagegen sind wir mit ein paar kleinen Tricks eben nicht.

Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen, geholfen, oder auf Ideen gebracht. Habt ihr euch an einigen Stellen wiedergefunden und/oder vielleicht noch den ein oder anderen Tipp der euch persönlich den totalen Energieschub liefert? Lasst es mich unbedingt wissen und schreibt ein Kommentar oder gerne auch eine E-Mail an tatjana@hakunamatata.blog.

 

2 Kommentare zu „Mit Energie durch Herbst und Winter

  1. Ich selbst habe schon meditiert. Da es wirklich schwer ist zum Anfang, würde ich die App Headspace empfehlen. Dort kann man eine geleitete Meditation durchführen, die auch nur einige Minuten dauert. Jedoch ist die App nur auf Englisch verfügbar. Danach kann ich aber immer super einschlafen und bin sehr entspannt.

    Deine Bilder in dem Beitrag haben mir übrigens sehr gut gefallen!

    Liebe Grüße,
    Loni

    Gefällt mir

    1. Ja, ich glaube üben üben üben ist hier die richtige Haltung.
      Vielen Dank für den guten Tipp, ich werde die App auf jeden Fall mal ausprobieren 🙂
      Es freut mich übrigens sehr, dass dir die Bilder gefallen!

      Liebe Grüße,
      Tatjana

      Gefällt 1 Person

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