Ist das Make-up oder kann das ab?

Warum Make-up super und kein Make-up auch eine Lösung ist…

Unser Gesicht ist eine Leinwand. Eine Kinoleinwand auf der sich große Emotionen abspielen, auf der sich Befinden und Wohlergehen spiegeln. Es ist ein Gemälde, an dem jeden Tag getüftelt wird, das viele Blicke auf sich zieht und das zusammen mit uns älter wird. Unser Gesicht ist unser Aushängeschild. Es unterscheidet sich in großen und kleinen Zügen von jedem anderen und ist besonders eines: einzigartig. In diesem Beitrag geht es um zwei Arten von Gesichtern: geschminkte und ungeschminkte. Beides ist schön und sicherlich zunächst einmal eine Frage des Geschmacks.

Wer den kleinen Beitrag über mich (Das Schreiberlein) schon gelesen hat, weiß, dass ich mich gerne schminke und genauso gerne nicht. Das macht den Alltag oft leichter. Wenn die Zeit für  Make-up einmal nicht reicht, ist das auch in Ordnung. Im Gegenzug freue ich mich dann, wenn ich schaffe, etwas Farbe für den Tag auf mein Gesicht zu bringen.

Letztes Jahr verbrachte ich sechs Monate auf Island (ein Beitrag darüber ist übrigens schon in Arbeit). In diesen Monaten habe ich bewusst auf jegliche Art von Make-up verzichtet und hatte außer Lippenbalsam erst gar keine Schmink-Produkte im Gepäck. Ganz neutral gesehen, muss ich sagen, dass diese Zeit meine Haut weder positiv noch negativ beeinflusst hat. Objektiv betrachtet habe ich die Make-up-Auszeit wirklich genossen. Die morgendliche Bad-Routine verkürzte sich erheblich, lästiges Abschminken fiel weg und verschmieren konnte auch nichts. Dennoch überkam mich in manchen Momenten der Gedanke, dass es jetzt schön wäre, sich mal wieder nett herzurichten. Gelernt habe ich aus der Zeit aber, dass es definitiv und gut auch ohne geht.

In letzter Zeit, und vielleicht liegt das ja auch an dem Umstand des Älterwerden, wird bei mir das Motto „Weniger ist mehr“ in immer größeren Buchstaben geschrieben. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde Natürlichkeit (und damit meine ich so ganz ohne Make-up), bei anderen noch mehr als bei mir, wirklich schön. Deshalb finde ich es auch schade, so selten ungeschminkte Gesichter zu sehen. Dabei würde doch gerade ein bisschen weniger Glanz und Glamour im Gesicht, das Licht vielmehr auf die äußeren und inneren Dinge richten, die ohne Hilfsmittelchen schön sind und uns ausmachen. Heute beschäftige ich mich viel mehr als früher, mit Themen wie Umwelt und Gesundheit und mache da auch bei Make-up keine Ausnahme. Es gibt Inhaltsstoffe wie Mineralöl, Parabene und Mikroplastik, auf die ich weitestgehend und mithilfe von Naturkosmetik zu verzichten versuche. Und Produkte, egal welcher Art, an Tieren zu testen, geht einfach so gar nicht.

Aber genug zum ungeschminkten Gesicht.

Denn Make-up ist auch toll und wie ein Tuschkasten für Große. Es ist die Portion Selbstbewusstsein zum Auftragen und  Vielfalt, Kreativität und „Schönheit“ aus der Tube. Viele von uns werden jeden Tag mit Schwamm, Pinsel und Lippenstift bewaffnet, zur Künstlerin oder zum Künstler. Es hilft die ohnehin schon schönen Punkte in unseren Gesichtern zu unterstreichen und sorgt für Abwechslung. Außerdem finde ich es ganz wunderbar, wandelbar zu sein. Zudem wäre es ja auch einfach geschwindelt zu behaupten, dass Make-up keinen Effekt hat, dass es keinen Unterschied zwischen geschminkten und ungeschminkten Gesichtern gibt.

Natürlich gibt es den. Während man „oben ohne“ oft gefragt wird (zumindest geht es mir so), ob man müde oder krank ist, bekommt man bei frischem „Anstrich“ oft Komplimente fit und erholt auszusehen. Und für besondere Anlässe, all seine Make-up Skills zu aktivieren, macht einfach Spaß. Bei Contouring und falschen Wimpern hört es bei mir dann aber auch auf.

Am Ende ist doch das Schöne, dass wir uns das mit dem Make-up jeden Tag aufs Neue überlegen können. Ich ganz persönlich würde mir wünschen, dass Natürlichkeit wieder mehr in den Vordergrund rückt und das Selbstbewusstsein dafür unter uns wächst. Letztendlich kommt es ja doch nur darauf an, womit man sich ganz persönlich am wohlsten fühlt. Wahrscheinlich tut es, wie beim Essen auch, einfach die gesunde Mischung.

Wie denkt ihr über dieses Thema und wie fühlt ihr euch am wohlsten? Lasst mir gerne ein Kommentar da. Für Fragen, Anregungen, Lob und Kritik freue ich mich jederzeit über eine Nachricht an tatjana@hakunamatata.blog.

P.S. Wer sich von euch für Naturkosmetik interessiert, dem kann ich die Make-up Produkte von Lavera und von 100percentpure (da habe ich bisher den Lippenstift getestet) wärmstens (und werbefrei) empfehlen.

6 Kommentare zu „Ist das Make-up oder kann das ab?

  1. Toller Beitrag meine Liebe – und ich kann ja gut und gerne bestätigen, dass das bei dir nicht nur leere Worte sind und du wirklich auch ohne Make-Up zur Uni oder unseren Treffen kommst! 🙂 Das kannst du dir als so hübsches Ding aber auch leisten! Privat stört es mich auch gar nicht, ungeschminkt zu sein und ich erledige auch gerne Wege so, ohne mich unwohl zu fühlen. Sobald es aber in irgendeiner Form in die richtige Öffentlichkeit geht, gehört es für mich und meine Routine einfach dazu… mit 15,16,17 wäre es mir jedoch im Traum nicht eingefallen, überhaupt irgendwo ohne Make-Up hinzugehen. Die Chancen stehen also gut, dass es wirklich immer mehr abnimmt. Weniger ist mehr unterschreibe ich sowieso! 🙂

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    1. Hey du Süße, vielen Dank für die lieben Worte. Ja, ich muss auch sagen, dass ich generell immer so Phasen habe, in denen ich das Eine vor dem Anderen bevorzuge. Du schaffst es aber auch jeden Tag klasse auszusehen 🙂 Hauptsache wohlfühlen und sich nicht selber stressen, dann sieht man eh am besten aus. Fühl dich gedrückt!

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  2. Liebste Tatjana, als absoluter Kosmetik-Freak musste ich natürlich mal reinlesen und finde deine Einstellung zu dem Thema Make-up toll! Insbesondere, dass du auch für Naturkosmetik zu begeistern bist (Wann steht die nächste gemeinsame „Bestellung“ an? hihi).. Komplett ungeschminkt laufe ich nur Zuhause rum oder im Urlaub am Pool – dafür liebe ich Make-up, das Schminken an sich und die Kunst, die irgendwie auch dahinter steckt, einfach zu sehr. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja auch noch einmal – deine Gedanken dazu haben mich nämlich auf jeden Fall inspiriert :-*!

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    1. Liebe Karo, es freut mich sehr, dass der Beitrag dich ein wenig inspirieren konnte. Ich finde deinen Blog klasse und das Thema Naturkosmetik absolut wichtig! Wenn jemand die „Kunst des Schminkens“ beherrscht, dann du. Und bei einer neuen Bestellung bin ich jederzeit dabei 🙂 Hab einen wundervollen Tag!

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  3. Liebe Tatjana, habe gerade deinen Blog entdeckt (danke fürs Folgen auf Instagram übrigens 😉) und finde deinen Beitrag und deine Einstellung zum Make-up großartig! Mir geht’s genauso, dass ich gerne mehr ungeschminkte Gesichter sehen würde und ich möchte selbst gerne öfter ungeschminkt rausgehen. Für meinen Blog werde ich demnächst ein paar Bilder ganz ohne Make-up machen lassen und bin ganz gespannt darauf, was für eine Erfahrung das wird. Irgendwie sind wir ohne Schminke ja schon verletzlicher, nahbarer, nackter und authentischer, haben uns aber so sehr an Concealer & Co. gewöhnt, dass uns das oft stört. Wahrscheinlich wirklich reine Gewohnheit. Ich würde gerne mal ohne Make-up zur Arbeit gehen, habe mich aber bisher nicht getraut, weil ich keine Lust habe, gefragt zu werden, ob es mir nicht gut geht 😉 Das muss sich ändern! In diesem Sinne: Danke für die Inspiration und deine positiven Gedanken zu dem Thema!

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    1. Liebe Lene, vielen Dank für den schönen Kommentar. Dein Blogname gefällt mir sehr (dein Blog übrigens auch, habe gleich mal reingeschaut). Ich bin gespannt auf deine Bilder und bin überzeugt davon, dass diese ganz wunderbar werden. Ich freue mich sehr, dass dich mein Beitrag inspiriert hat und dich vielleicht ja doch bald zur Arbeit begleitet 🙂 Ganz viele und Liebe Grüße, Tatjana

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